Thema:

Fließender statt stockender Verkehr

Verkehrspolitik darf nicht ideologisch betrieben werden. Die Freien Demokraten sind für eine faire Gleichbehandlung aller Verkehrsteilnehmer, insbesondere Fußgänger, Radfahrer, ÖPNV und Autofahrer.

Verkehrsführung

Die FDP fordert eine allgemeine Überprüfung der Verkehrsführung  der Gießener Ausfallstraßen. Dabei soll ein besonderer Prüfungsschwerpunkt auf die ökologische und ökonomische Schaltung der Lichtzeichenanlagen („Ampelanlagen“) gesetzt werden. Negative Beispiele sind noch die Licher Straße, Schiffenberger Weg und die Frankfurter Straße.

Staus an der Konrad-Adenauer-Brücke vorbeugen

Wir fordern schon jetzt eine intelligente Verkehrsführung für die Sanierungszeit der Konrad-Adenauer-Brücke.

Kreisverkehre für fließenden Verkehr

Die Freien Demokraten befürworten an geeigneten Stellen die Errichtung von Kreisverkehren anstelle der herkömmlichen Ampelkreuzungen, insbesondere bei Neueinrichtungen.

Kein generelles Tempo-30-Limit

Die Freien Demokraten lehnen ein generelles Tempo-30-Limit im gesamten Stadtgebiet ab. An besonderen Gefahrenstelle, in reinen Wohngebieten, an Schulen- und Kindergärten oder Kranken- und Pflegeeinrichtungen kann Tempo 30 die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer stärken. Es macht aber keinen ökonomischen und ökologischen Sinn dieses Tempolimit auf alle Straßen z.B. auch die Ausfallstraßen aus zu weiten.

Verkehrsberuhigte Zonen

Die Einrichtung weiterer verkehrsberuhigter Bereiche setzt die Akzeptanz durch die betroffenen Anlieger voraus. Solche Bereiche müssen durch bauliche, verkehrslenkende und verkehrsbeschränkende Maßnahmen optisch ansprechend und für den Verkehr ungefährlich gestaltet werden. Neue verkehrsberuhigte Zonen dürfen dabei nicht zu einer erhöhten Belastung für die Bewohner umliegender Straßen führen.

Verkehrssituationen im Umfeld von Kinderspielplätzen und Kita's

Die Verkehrssituation im Umfeld von Kinderspielplätzen und Kindertagesstätten sowie auf Schulwegen muss kritisch überprüft und wo erforderlich korrigiert werden. Zweigeteilte Ampelüberführungen (mit Stopp auf der Verkehrsinsel) oder fehlende Straßenüberquerungshilfen sind nicht nur in der Nähe von Spielplätzen Gefahrenpunkte und müssen als solche entschärft werden. Die Fußgängerampelschaltung am Berliner Platz muss entsprechend angepasst werden.

Parken in Gießen

Das Gießener Parkleitsystem muss weiter optimiert werden, neu gewonnener Parkraum muss sofort aufgenommen werden.

In Anwohnerparkzonen soll tagsüber kurzfristiges Parken für Nichtanwohner möglich sein.

Parkplätze für Gewerberaum, die von Bauherren bezahlt wurden, dürfen nicht in Anwohnerparkplätze umgewidmet werden.

Eine Reduzierung von Parkraum, z.B. am Brandplatz, lehnen die Freien Demokraten ab. Da dies nur zu einer unnötigen Verschärfung und Verkomplizierung der Parksituation für Anwohner, Gewerbetreibende und Besucher führen würde.

Natürlich wäre eine Ausweitung, insbesondere kostenloser Parkplätze (z.B. für Anwohner, Studenten und Besucher) wünschenswert. Hier stellen sich aber Fragen nach der Finanzierung und des Standortes. Auch bei der Parkraumbewirtschaftung gilt: Es muss nicht alles in öffentlicher Hand liegen.

Anschlüsse an den Gießener Ring

Die FDP ist davon überzeugt, dass eine zusätzliche Anbindung an den Gie­ßener Ring am Leihgesterner Weg den Verkehr in der Stadt Gießen weiter entlasten wird. Die zusammen mit der Stadt Linden unternommenen Anstrengungen sind weiterzuführen.

Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs

Bei der nächsten Fortschreibung des Nahverkehrsplans muss eine stärkere Abstimmung mit dem Landkreis und den umliegenden Gemeinden erfolgen. Berücksichtigt werden müssen neue Wohn- und Gewerbegebiete ebenso wie die Erfordernisse von Universität und Technische Hochschule Mittelhessen. Durch bedürfnisorientierte Fahrpläne, Taktzeiten und bessere Linienführung muss das Busfahren attraktiver gemacht werden. Wir sehen die verbesserte infrastrukturelle Anbindung  angrenzender Stadtteile und Kommunen als Beitrag zur Lösung der Wohnungsproblematik. Das Nachtbuskonzept Saturn und Venus hat sich bewährt und sollte beibehalten werden.

Der Gießener ÖPNV muss auch an den zentralen Bushaltestellen Marktplatz und Berliner Platz mit einem Fahrgastinformationssystem ausgerüstet werden

Überarbeitung Streckenführung der Linie 1

Die Buslinie 1 ist aktuell auch aufgrund der Flüchtlingszahlen in der HEAE an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt. Daher bedarf es einer Neukonzeption. Die Linie sollte am Berliner Platz geteilt werden. Dabei muss sichergestellt werden, dass die 18 Tonnen schweren Gelenkbusse die dafür nicht geeigneten Straßen der südlichen Stadtteile Kleinlinden, Allendorf und Lützellinden in Zukunft nicht mehr befahren.

Förderung des Radverkehrs

Der Radwegeplan wurde fortgeschrieben und wird das Radwegenetz in der Stadt Gießen weiter verbessern. Die meisten Punkte in der Stadt - auch innerhalb des Anlagenringes - sind auf mög­lichst kurzen und gefahrlosen Strecken mit dem Fahrrad erreichbar. Auf wichtigen Verbindungsstrecken, die keinen Radweg besitzen, sind Fahrrad­aufstellflächen mit separater Ampelschaltung wie am Selterstor einzurichten. Auch für Radfahrer gilt, dass der Verkehrsfluss gewährleistet sein muss. Die Ampelschaltung für Radfahrer an der Einmündung Marburger Straße/Walltorstraße ist so einzustellen, dass der von Norden kommende Radfahrverkehr mit grüner Welle durchfahren kann. Insbesondere innerhalb des Anlagenringes sowie an Schulen und Hochschulen sind Abstellflächen weiter auszubauen.

Keine Nahverkehrsabgabe

Die von CDU und Grünen in Hessen geplante Einführung einer Nahverkehrsabgabe, mit der Hauseigentümer und Mieter zur Finanzierung des Nahverkehrs herangezogen werden sollen, lehnen die Freien Demokraten ab, weil dadurch Wohnen weiter verteuert wird.

Straßenstruktur schnell verbessern

Der Straßenzustand in Stadtgebiet ist besorgniserregend. Witterung und jahrelange Belastung haben dem Asphalt zugesetzt. Die Freien Demokraten in Gießen sprechen sich für eine schnelle und unbürokratische Beseitigung der Mängel aus.

Hierbei sind im Besonderen die Spurrillen an Marktplatz, Oswaldsgarten und Elefantenklo kurzfristig zu beseitigen. Diese sind mittlerweile so tief, dass sie eine ernsthafte Gefahr für Radfahrer darstellen.