Clubsterben in Gießen – FDP fordert verlässliche Rahmenbedingungen für Jugend- und Nachtkultur
Mit Bedauern stellen die Freien Demokraten fest, dass das Clubsterben nun auch Gießen erreicht hat. Allein in der vergangenen Woche gaben mit dem Scarabee und dem Liebig zwei Clubs das Ende ihres teils langjährigen Betriebs bekannt.
Der FDP-Spitzenkandidat für die anstehende Kommunalwahl, Dominik Erb, erklärt: „Die Hauptursachen für diese Schließungen liegen nicht allein in Gießen. Unternehmer leiden bundesweit unter steigenden Kosten durch Inflation und Energiepreise sowie unter einem veränderten Ausgehverhalten infolge der wirtschaftlichen Lage.“
Gleichzeitig sehen die Freien Demokraten auch auf kommunaler Ebene Handlungsbedarf. In ihrem Kommunalwahlprogramm setzen sie sich ausdrücklich für die Stärkung der Jugend- und Nachtkultur ein. Ein zentraler Punkt ist dabei eine verhältnismäßige und transparente Handhabung von Ruhestörungen. Der stv. FDP-Stadtverbandsvorsitzende Luca Sesterhenn kritisiert: „Es kann nicht sein, dass jede angezeigte Ruhestörung automatisch zum Ende einer Veranstaltung führt. Wir brauchen eine faire und transparente Abwägung aller Interessen – Verhältnismäßige Geräuschemissionen müssen in einer Universitätsstadt auch mal ausgehalten werden.“ Darüber hinaus fordert die FDP mehr legale Open-Air-Flächen in den Sommermonaten sowie schnellere Genehmigungsverfahren. Die Anmeldung von Kleinstveranstaltungen soll künftig innerhalb von 48 Stunden bearbeitet werden..
Erb betont abschließend: „Ein lebendiges Nachtleben ist ein zentraler Standortfaktor für eine Studentenstadt wie Gießen. Junge Menschen, Kreativschaffende, Unternehmer und Gastronomen profitieren von einer attraktiven Stadt. Das Nachtleben ist ein Wirtschaftsmotor – eine attraktive Stadt endet nicht um 22 Uhr.“
