Einführung eines „Ideen- und Qualitätsmanagements“

Bürger- und Jugendbeteiligung25. September 2011

Um zukünftig Ideen, Anregungen und Verbesserungsvorschläge von Gießener Bürgerinnen und Bürgern einzuholen, hat die FDP-Fraktion die Einführung eines „Ideen- und Qualitätsmanagements“ (IQM) beantragt. Mit einem IQM sollen die Bürger die Möglichkeit bekommen, ihre Meinung zur Stadtverwaltung und einzelnen Institutionen zu äußern und vor Ort ein stets aktuelles Meinungsbild der Gießener Stadtbevölkerung geben zu können, fordert Fraktionsvorsitzender Dr. Preiß. Mit Hilfe von öffentlich ausliegenden Meinungskarten soll jede Bürgerin und jeder Bürger seine Meinung aufschreiben und die Karte in die dafür eingerichtete „Bürgerbox“ werfen können. Besucher des Rathauses sollen sich so äußern und ihre Anregungen an den Magistrat weitergeben können. Auf diese Weise würden sowohl eine neue Art der Bürgerbeteiligung, als auch eine Hilfestellung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung geschaffen.

Mit ihrem Amtsantritt hat die Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz zwar einen „Kummerkasten“ aufgestellt, doch die Ergebnisse daraus wurden nie kommuniziert.
Erst seitdem die FDP-Fraktion das Ideen- und Qualitätsmanagement fordert hat sich die OB bequemt, einen Bericht mit den Ergebnissen einer aktuellen Umfrage den Fraktionen in Aussicht zu stellen. Ein solcher Bericht ist jedoch bis heute nicht bei den Fraktionen eingegangen. Lediglich in einem Presseartikel auf der Homepage der Stadt wird auf den Bericht verwiesen. Eine solche Umfrage ist zwar ein guter Ansatz, erklärt Preiß weiter, stellt aber noch kein repräsentatives und unmittelbares Qualitätsmanagement dar, um wirkliche Verbesserungen zu erreichen. Deshalb ist es nötig, ein IQM zum Nutzen der Bürger und der Stadt Gießen einzuführen.