Thema:

Gießens Natur schützen

Umweltschutz ist und bleibt eine der wichtigen Aufgaben kommunaler Politik unserer Zeit. Für die Freien Demokraten Gießen ist der Schutz der Umwelt und die attraktive Gestaltung der Stadt und ihrer Umgebung notwendig, damit das Leben in Gie­ßen auch in Zukunft lebenswert bleibt.

Ressourcen schonen

Eine weitere Senkung des Frischwasserverbrauchs ist im Interesse der Er­haltung unserer Grundwasserreserven notwendig. Um die Nutzung von Brauch- und Regenwasser zu fördern, muss die erforderliche Infrastruktur in neuen Baugebieten von Anfang an vorgesehen werden. Durch intensive Be­ratung sollen mögliche bauliche Maßnahmen zur Wasserersparnis und deren För­derungsmöglichkeiten weiter bekannt gemacht werden.

Alle wirtschaftlich sinnvollen Möglichkeiten der Energieeinsparung und Ver­wendung alternativer Energien in städtischen Gebäuden sind zu nutzen.

Privatinitiativen fördern

Private Initiativen von Natur- und Vogelschutzgruppen sowie anderer Organi­sationen, die die Ausweisung, den Erhalt und die Pflege von Schutzgebieten und Biotopen zum Ziel haben, brauchen unsere Unterstützung. Die Hilfe bei der Durchführung konkreter Projekte ist der Förderung nach dem Gießkan­nenprinzip vorzuziehen.

Grünanlagen pflegen

Öffentliche Grünanlagen sind ein Bestandteil städtischer Lebensqualität. Sie müs­sen sinnvoll gepflegt werden. Durch die Vergabe von Pflegepatenschaften etwa für Straßenbäume und die sie umgebenden Kleinanlagen können öf­fentliche Mittel gespart werden, die an anderer Stelle sinnvoll eingesetzt wer­den können.

Naherholungsgebiete

In den Naherholungsgebieten müssen Plätze für Sport und Spiel gepflegt werden. Daneben sind andere Flächen naturnah zu gestalten. Mit dem Übergang vom Park zur freien Landschaft kann schrittweise dem Wildwuchs Platz gelassen werden, ohne spielende Kinder und Spaziergänger zu behindern. Die Naturschutzge­biete Hangelstein und Bergwerkswald sind in ihrem Bestand zu erhalten und zu pflegen.

Umweltpreis erhalten

Die Stadt Gießen verleiht einen Umweltpreis für besondere Leistungen auf dem Gebiet des Umweltschutzes. Auf Anregung der Freien Demokrtaen wird dieser Preis nun alle zwei Jahre verliehen und der Kreis der möglichen Preisträger auch auf solche Personen erweitert, die sich beruflich mit Umweltschutz be­fassen. Dadurch konnte die Attraktivität des Gießener Umweltpreises für po­tenzielle Bewerber deutlich gesteigert werden.

Abfallwirtschaft

Unsere Gesellschaft leidet an einem immensen Müllaufkommen. Dieses ein­zudämmen, ist ebenso Aufgabe der Politik wie die Förderung von neuen Verfahren zur Verwertung recyclingfähiger Stoffe und die umweltverträgliche Beseitigung des Restmülls. Die Gewinnung von Wertstoffen aus Abfall ist zu fördern; dies trägt dazu bei wertvolle Rohstoffe einzusparen.

Abfall vermeiden

Abfallvermeidung ist noch immer die wirksamste Form der Abfallwirtschaft. Maßnahmen zur Einsparung von Rohstoffen, wie etwa die Verwendung von Mehrweggeschirr müssen weiter gefördert werden.

Bei Verpackungen ist die jeweils gesamtökologische und wirtschaftlich günstigste Lösung anzu­streben. Mehrwegverpackungen sind aber nur dann gegenüber recyclfähi­gen Einwegverpackungen zu bevorzugen, wenn eine vorher erstellte Öko­bilanz sie als umweltverträglicher ausweist.

Volumenbezogene Müllgebühren beibehalten

Die FDP spricht sich für eine Beibehaltung der volumenbezogenen Müllge­bühren aus. Müllgebühren nach vorheriger Gewichtserfassung halten wir aufgrund hoher Investitions­kosten für die Müllfahrzeuge und die Mülltonnen für zu teuer und die Ge­wichtserfassung als solche auch nicht für besonders praktikabel.