Anpfiff zur Sportstadt Gießen

Keine Gesellschaft kann auf die Arbeit von Sportvereinen verzichten. Die ehrenamtliche Arbeit in Sportvereinen trägt wesentlich zu der Gesunderhaltung der Bevölkerung und zur Integration aller gesellschaftlichen Gruppen bei. Sie verdient deshalb die ausdrückliche Unterstützung von uns Freien Demokraten.

Deshalb sollen unter Berücksichtigung der vielfältigen positiven Leistungen der Sportvereine und des Gießener Anspruchs, eine Sportstadt zu sein, die Ausgaben für Sportförderung in Zukunft auf mindestens 1% der Gesamthaushaltssumme angehoben werden.

Auch darf die Arbeit der Sportvereine nicht durch unnötige bürokratische Regularien erschwert werden.

Der Förderung des Jugendsports soll auch in Zukunft eine besondere Bedeutung beigemessen werden.

Sportanlagen

Die städtischen Sportanlagen sind weiterhin den Sportvereinen kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Dabei sind bestehende bürokratische Hemmnisse bei der Nutzung städtischer Sportanlagen durch Vereine, z.B. in Ferienzeiten, abzubauen. Eigeninitiativen der Vereine zur Erhaltung und Schaffung ihrer Sportanlagen werden vorrangig gefördert. Bei Instandsetzungsmaßnahmen von Sportplätzen sind dabei Folgekosten angemessen zu berücksichtigen. Die städtischen Sportanlagen werden gemäß der Prioritätenliste für den kommunalen Sportstättenbau im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten saniert. Auch der vereinseigene Sportstättenbau soll gemäß der Prioritätenliste gefördert werden. Dabei soll die städtische Sportförderung als Anteil der sogenannten Drittel-Finanzierung durch Verein, Stadt und Land in der Regel 30% betragen.

Der Sportplatz in Lützellinden soll erhalten und den interessierten Sportvereinen als Trainingsstätte kostenfrei zur Verfügung gestellt werden.

Freibäder in Lützellinden und Kleinlinden müssen erhalten und attraktiver werden

Die Stadtwerke Gießen (SWG) als Träger der städtischen Badebetriebe haben sich in 2025 durch eine Kürzung der ohnehin schon knappen Öffnungszeiten der Freibäder in Lützellinden und Kleinlinden den berechtigten Zorn der dortigen Bevölkerung zugezogen; es wird eine dauerhafte Schließung befürchtet.

Anstatt weiter dürre Lippenbekenntnisse zum Erhalt dieser für Jung und Alt enorm wichtigen Freibäder abzugeben, sollten die SWG nach Auffassung der Freien Demokraten u.a. das von der Landesregierung fortgeführte Programm „SWIM“ dazu nutzen, die Freibäder in Lützellinden und Kleinlinden attraktiver und zukunftssicher zu machen.

Schulsporthallen zügig sanieren und ausbauen

Die Doppelturnhalle in Gießen war seit Anfang 2019 aus statischen Gründen gesperrt. Das war für die Liebigschule als Partnerschule des Leistungssports und regionales Talentzentrum eine Katastrophe. Dieses Dilemma, an dem der grün-rote Magistrat jahrelang gescheitert ist, konnte zum Glück jetzt durch das auch von den Freien Demokraten unterstützte Engagement eines privaten Bauträgers im neuen Schuljahr behoben werden.

Aber Sportvereine und andere Schulen sind nach wie vor durch den offenbar gewordenen Mangel an Hallenkapazitäten in ihrer Arbeit massiv beeinträchtigt. In Gießen fehlen aktuell mindestens drei Dreifelderhallen.

Deshalb soll im Rahmen des zu erwartenden kommunalen Investitionsprogramms endlich der eklatante Mangel an Hallenkapazitäten für den Schulsport und die sporttreibenden Vereine behoben werden. Dabei soll als Erstes die seit Jahren von uns Freien Demokraten geforderte Schulsporthalle für die beruflichen Schulen in der Innenstadt realisiert werden.

Täglichen Sportunterricht an Grundschulen ermöglichen

Wir Freien Demokraten Gießen werden interessierte Gießener Grundschulen, die sachlich und fachlich in der Lage sind, täglichen Sportunterricht einzuführen, in ihrem Anliegen unterstützen.

 

Sportentwicklungsplanung

Auf jahrelanges Drängen der Freien Demokraten ist im Jahr 2025 von der Stadtverordnetenversammlung zumindest für die ungedeckten Sportanlagen in Gießen ein Sportentwicklungsplan vorgelegt worden. Dieser weist für eine bedarfsgerechte Versorgung mit Sportstätten und die Optimierung vorhandener Einrichtungen einen Investitionsbedarf von minimal 35 Mio. € bis 2040 auf. Die Umsetzung der Sportentwicklungsplanung sollte ohne unnötige Verzögerung begonnen werden und macht die einleitend erwähnte Erhöhung der Sportförderung auf 1% der Gesamthaushaltssumme und die Erhöhung der Liquidität im Haushalt durch Delegation des gesetzlichen Teils der Jugendhilfe an den Landkreis Gießen erforderlich.

Sporthistorische Stadtroute Gießen

Das vorliegende überwiegend ehrenamtlich erarbeitete und bereits im Jahre 2022 von der FDP-Fraktion beantragte Konzept für eine "Sporthistorische Stadtroute Gießen" soll nun endlich umgesetzt werden. Dadurch können - wie bereits in Leipzig verwirklicht - bedeutsame Stätten der Gießener Sportgeschichte wie zum Beispiel das Volksbad oder die Doppelturnhalle in dauerhafter Erinnerung bleiben. Auch touristisch kann Gießen durch eine sporthistorische Stadtroute attraktiver werden, wenn diese bei internationalen Jugendbegegnungen oder überregionalen Sportveranstaltungen von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern genutzt werden wird.

 

Private Sport-Events unterstützen

Den Sporttreibenden muss es auch in Zukunft – unter Berücksichtigung angemessener Umweltauflagen – möglich sein, die Natur für sportliche Zwecke zu nutzen, wie z.B. die Lahn bei der traditionellen Pfingstregatta. Wir Freien Demokraten begrüßen privat organisierte Sportveranstaltungen wie Run'n'Roll for Help, Tuesday-Night-Skating, Drachenbootrennen oder das Radrennen rund um das Stadttheater. Die Stadt wird aufgefordert, auch künftig – soweit möglich – geeignete Flächen hierfür zur Verfügung zu stellen.

Spitzensport

Wir Freien Demokraten setzen uns weiterhin für die Belange des Spitzensports in Gießen ein; das gilt sowohl für Vereine wie für Individualsportler. Der von einer großen Fangemeinde, Gesellschaftern und Sponsoren getragene Gießener Bundesliga-Basketball ist eine der wenigen Möglichkeiten für die Stadt Gießen, auch überregional positiv wahrgenommen zu werden. Die Schaffung besserer Voraussetzungen für die Heimspiele der „Gießen 46ers“ ist deshalb eine Aufgabe, der sich die Stadt Gießen intensiv widmen muss. Inzwischen ist es höchste Zeit, entweder die Sporthalle Gießen-Ost massiv zu ertüchtigen und in der Kapazität zu erweitern, oder endlich die Errichtung einer ausreichend großen Multifunktionsarena in Angriff zu nehmen, die der Stadt auch über den Sport hinaus im Standortwettbewerb den dringend notwendigen Auftrieb geben kann.

In diesem Zusammenhang sind auch die Bemühungen von Vereinen, Verbänden und des Sportkreises Gießen zur Errichtung eines Nachwuchsleistungszentrums zu unterstützen.

Unverzüglich abzustellen ist der skandalös nachlässige Umgang der Stadt Gießen mit zwingend notwendigen Maßnahmen zur Sicherstellung des Spiel- und Trainingsbetriebes in der Osthalle (Ersetzung des defekten Brandschutzvorhanges, Sicherstellung ausreichender Beheizung im Winterhalbjahr).

 

Jugendaustausch

Konkrete Projekte wie beispielsweise internationale Jugendaustausche mit Sportlern aus den Partnerstädten Gießens werden von uns Freien Demokraten unterstützt.

Werbemöglichkeiten für Sportvereine

Die Gießener Sportvereine sind bei der Durchführung ihrer Veranstaltungen durch Aufstellungsschilder, öffentliche Aushänge sowie durch Veröffentlichungen im Veranstaltungskalender und Internet ebenso zu unterstützen wie indirekt über die finanzielle Unterstützung für die Geschäftsstelle des Sportkreises Gießen und durch die Vermittlung von potenziellen Sponsoren und Trainern im Jugendbereich.